Wenn Sie Olivenöl kaufen, auf dessen Etikett “kalt gepresst“ und „extra nativ“ zu lesen ist, dann denken Sie unwillkürlich, dass Sie das bestmögliche aller Salatöle bekommen. Wenn es sich bei dem Öl um das handeln würde, was das Etikett besagt – und zusätzlich auch noch direkt aus Italien kommt – würden Sie folglich annehmen, dass es auch das gesündeste aller Öle ist. Aber stimmt das wirklich? In den letzten zwei Jahrzehnten wurde von einer handvoll Betrugsfällen in der Ölindustrie berichtet. Kaum ein einziger Fall wurde jedoch juristisch verfolgt, obwohl viel gepanschtes Öl in der Folge vernichtet wurde.
Irreführende Etikettierung
Es gibt keine dritte Partei oder Behörde, die bestimmen könnte, ob das betreffende Öl wirklich pures natives Olivenöl ist, ob es teilweise mit hydrierten Ölen gemischt wurde – Soja-, Haselnuss- oder Rapsöl – oder ob es möglicherweise aus anderen Ländern kommt als Italien, dem weltweiten größten Exporteur von Olivenöl. Zwar wurden einige Vertreiberfirmen auf frischer Tat ertappt, wie sie enorme Mengen an Öl „fälschten“ – da die führenden Köpfe der großen Ölproduzenten aber sehr oft politisch ausgezeichnet vernetzt sind, hat diese Praxis keinerlei Folgen.
Die Einstellung der Hersteller ist die, dass – wenn das Öl gut schmeckt und zudem gut riecht – es sich auch um wirklich gutes Öl handelt. Es wird aber nicht über die offensichtliche Tatsache gesprochen, dass mit den gesundheitlichen Vorzügen des Olivenöls bewusst gelogen wird. An genau dieser Stelle werden Konsumenten, die auf ihre Gesundheit achten, betrogen. Die einfache Tatsache ist die, dass das Öl, das als „extra natives Olivenöl“ angepriesen wird, in der Regel gar keines ist.
Zumeist bekommen Sie minderwertiges Öl
Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass “teilweise hydriert” auf den Olivenöletiketten angegeben werden muss, so lange der Anteil dieser hydrierten beigemischten Öle 20% nicht übersteigt. Teilweises Hydrieren flüssiger Gemüse- oder Nussöle durch Hitze und den Einsatz von Chemikalien sorgt dafür, dass diese länger haltbar werden, und so nicht ranzig werden. Aber genau diese teilweise hydrierten Öle verursachen viele der Gesundheitsprobleme, mit denen wir uns herumplagen – darunter Fettleibigkeit, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen und sogar Krebs.
Wenn Sie einmal genauer darüber nachdenken, wie das jeweilige Haselnuss-. Soja-, Raps- und andere Öle mit dem Schiff transportiert, dann auf Güterwaggons verladen und an Raffinerien (wo sie dann weiterverarbeitet wird) geliefert und dann mit Olivenöl verschnitten werden, welches zuvor über lange Zeit in Silos gelagert wurde, um dann – nachdem es abgefüllt und in aller Herren Länder verschifft wurde – im Laden darauf wartet, dass der Endverbraucher es kauft, sollte Ihnen schnell klar werden, dass es einer Menge chemischer Verarbeitungsprozesse und des Hydrierens bedarf, damit dieses Öl diese ganze Zeit der Verarbeitung und des Transportes unbeschadet übersteht.
Wenn diese Öle mit Olivenöl gemischt werden, verschwinden aber die gesundheitlich positiven Auswirkungen des Olivenöls nahezu vollkommen, während die Giftstoffe der verarbeitenden, teilweise hydrierten Öle unseren Körper angreifen. Sie können daher diesen großen Plastikflaschen in den Supermärkten und Discountern nicht trauen, deren Etikette besagen, es handele sich um „extra natives“ oder „natives“ Olivenöl.
DAS ist das gute Olivenöl!
Das Öl aus 100% kaltgepressten Oliven hat an sich bereits eine ausreichend lange Haltbarkeit von zwei bis drei Jahren – auch ohne Hydrierung. Dies liegt an seinen ihm eigenen unverfälschten antioxidativen Inhaltsstoffen. Die gesundheitlichen Vorteile der dem Olivenöl eigenen Polyphenole, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien sind langlebig und bleiben bei der Produktion erhalten.
Für die Herstellung von absolut reinem Premiumöl müssen die Oliven handgepflückt werden, um so zu gewährleisten, dass sie einerseits unversehrt bleiben und um anderseits die Blätter und Zweige bei der Ernte nicht zu verlieren. Dann müssen die Oliven innerhalb kürzester Zeit kalt gepresst werden, um aus ihnen das Öl ohne Einsatz von Hitze und Chemikalien zu gewinnen. Oft werden dazu Zentrifugen genutzt, aber richtige Puristen bevorzugen traditionelle Steinpressen. Zentrifugen benötigen Wasser, das viele der wasserlöslichen antioxidativen Polyphenole auswäscht. Daher ist die traditionelle Methode die bessere.
Das Öl sollte in getönten Glasflaschen oder rostbeständigen Stahldosen gelagert werden. In Plastikbehältern könnte das Öl Chemikalien adsorbieren. Traditionelle Familienunternehmen liefern oft ungefiltertes Öl, das einige Ablagerungen aufweist und leicht getrübt ist; außerdem benutzen sie Oliven aus biologischem Anbau.
Solche Olivenöle sind etwas kostspieliger. Aber sie in Maßen zu benutzen wird ihrer Gesundheit förderlicher sein, als Unmengen von dem billigeren Zeug zu verwenden. Wenn Sie keinen Händler für diese wirklich guten Öle in Ihrer Nähe haben, können sie getrost auf die ZDG GmbH vertrauen, um großartiges Olivenöl zu bekommen.